Autor Thema: Gabelfedern wechseln  (Gelesen 2037 mal)

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Offline hansdieterbernhard

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Gabelfedern wechseln
« am: 2016 Oktober 29, 14:09:38 »

Möchte bei meiner Vara SD01 BJ 99 (ohne Abs)  die Gabelfedern auf ( Wilbers Zero progressiv ) wechseln inkl. neuem Öl
Ist das im eingebauten Zustand möglich ? Simmeringe werden nicht erneuert.
Motorrad Vorderbau stütze ich von der Decke mit Seilzug ab beim Vorderrad die Achse Demontieren Rad bleibt drinnen... dann müsste ich unten auf die Ölablassschraube kommen
Oben auf der Gabel einfach Deckel abschrauben und die Feder lässt sich rausziehen ?
Ist das so machbar bzw. habt ihr die Öleinfüllmenge je Seite bzw. wie weit auffüllen zum Rand ?
Bitte um Eure Hilfe. :claphands:

Offline (Vara)Kurt

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Re: Gabelfedern wechseln
« Antwort #1 am: 2016 Oktober 29, 14:14:20 »
Die Schraube die du unten am Gleitrohr siehst ist NICHT die Ölablasschraube! Mit dieser Schraube sind die Dämpfereinsätze angeschraubt. Die Varadero hat keine Ölablassschraube in den Gabelholmen!

Grundsätzlich kannst du einen Gabelwechsel schon machen, wenn die Gabel eingebaut bleibt und entsprechend entlastet ist. Auch einen Ölwechsel kannst du so machen, wenn du ein Tool hast, mit dem du das Öl absaugen kannst. Dabei bleibt aber der ganze Öl-/Aluabrieb in der Gabel drin. Außerdem wirst du das alte Öl nicht vollständig absaugen können.
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Offline Maikel

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Offline Richi

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Re: Gabelfedern wechseln
« Antwort #3 am: 2016 Oktober 29, 15:40:07 »
Hmmm, ...

Zum "Altöl":
Selbst bei Entleerung im ausgebauten und komplett umgestürzten Zustand bleibt ein Teil vom Abrieb im Rohr bzw Dämpfer.
Ich würde das also immer komplett zerlegen.
Wenn man das schon machen müsste/sollte, bietet sich komplettes Zerlegen und Reinigen sowie der Tausch der Dichtringe natürlich gleich mit an (kosten nicht viel).

Der Link zu Louis ist gut, da wir exakt eine solche Gabel in der Vara haben.
Mit dem Hammer wie abgebildet neben dem Tauchrohr rumzuhauen würd ich aber tunlichst unterlassen (Gefahr einer Beschädigung)!
Ein passendes Kunststoffrohr aus dem Baumarkt erleichtert das Eintreiben vom Dichtring erheblich und bringt den Hammer aus dem Gefahrenbereich.
Die Staubkappen flutschen ohne grobes Werkzeug rein.
Befüllen würd ich immer in ausgebautem Zustand.
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Offline (Vara)Kurt

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Re: Gabelfedern wechseln
« Antwort #4 am: 2016 Oktober 29, 15:43:19 »

Zum "Altöl":
Selbst bei Entleerung im ausgebauten und komplett umgestürzten Zustand bleibt ein Teil vom Abrieb im Rohr bzw Dämpfer.


Nein tut es nicht, wenn man den Gabelholm mit z.B. Petroleum oder Diesel spült. Hab ich früher auch schon öfter gemacht, wenn ich die Gabelholme nicht komplett zerlegen wollte.
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Offline Richi

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Re: Gabelfedern wechseln
« Antwort #5 am: 2016 Oktober 29, 15:45:32 »

Nein tut es nicht, wenn man den Gabelholm mit z.B. Petroleum oder Diesel spült. Hab ich früher auch schon öfter gemacht, wenn ich die Gabelholme nicht komplett zerlegen wollte.

Mag sein, aber ob der (zeitliche) Aufwand und die Notwendigkeit entsprechendes "Spülmittel" zu haben sich da wesentlich unterscheiden?
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Offline (Vara)Kurt

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Re: Gabelfedern wechseln
« Antwort #6 am: 2016 Oktober 29, 17:24:52 »
Kommt wohl auch auf's schrauberische Geschick an ...
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Offline hansdieterbernhard

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Re: Gabelfedern wechseln
« Antwort #7 am: 2016 Oktober 29, 18:16:37 »
Danke für die Zahlreichen Tips ,und die Anleitung ist eine gute Stütze. Werde die Gabel also doch Demontieren Dichtringe lasse ich noch drinnen,sind ja noch dicht und so eine Hexerei ist der Ausbau dann auch nicht.das mit dem eintre
iben mit dem PE Rohr ist eine gute Idee weiß jemand den Durchmesser des Rohrs ?

Offline helle1000

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Re: Gabelfedern wechseln
« Antwort #8 am: 2016 Oktober 29, 19:51:27 »
Hallo

Nimm ein 50er HT Rohr (Abwasser Rohr)

Gruß Helmut
:biggrin_: wer gerne Fährt muß fahren und wer gerne schraubt der schraubt  :kopfkratz_:

Offline VaraKutscher

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Re: Gabelfedern wechseln
« Antwort #9 am: 2016 Oktober 29, 22:49:06 »
Hi,

Ich würde da nicht so einen Aufriss machen, wenn es nur um neue Federn geht dann wechsle diese. Wenn ich die Gabel komplett demontieren würde, dann mit Simmerringe usw. Soweit ich weiß unterliegt das Gabelöl auch keinen Verschleiß und den Abrieb/Verschleiß würde ich ergo  ignorieren oder in kauf nehmen.

Deckel auf, Federn raus, Öl rein.....30 Minuten später ein Belohnungsbier und Feddich :icon_rolleyes:

Für ungeübte Schrauber ist eine komplette Zerlegung nicht ohne!

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Thomas

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Re: Gabelfedern wechseln
« Antwort #10 am: 2016 Oktober 30, 00:20:46 »
Also jeder der den Unterschied zwischen alter " Brühe " und frischem Gabelöl schon mal gesehen hat, wird dir zu einem Wechsel des Gabelöles raten.
Nur die Federn in eingebauten Zustand zu wechseln halte ich NICHT für sinnvoll.


Aber es soll auch Leute geben, die eine andere Meinung dazu haben.


Lg Gerhard
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Offline Richi

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Re: Gabelfedern wechseln
« Antwort #11 am: 2016 Oktober 30, 01:47:01 »
Also jeder der den Unterschied zwischen alter " Brühe " und frischem Gabelöl schon mal gesehen hat, wird dir zu einem Wechsel des Gabelöles raten.
Nur die Federn in eingebauten Zustand zu wechseln halte ich NICHT für sinnvoll.
Dem kann ich nur vollinhaltlich zustimmen.

Was da bei etwa 30k km Laufleistung in den Beinen drinn ist, sieht bereits ziemlich gammelig aus.
Beim Rausleeren haben die letzten Milliliter bei mir jeweils wie frisch angerührter Metalliclack (Pearl) ausgeschaut.

Im eingebauten Zustand lässt sich die Gabel auch so ohne Abbauen der Bremsenteile nicht ganz zusammenschieben.
Das ist aber für die korrekte Füllhöhe/Luftpolster zwingend notwendig, besonders wenn da altes Restöl zurück bleibt.
Teilweise auseinander muss es vorn also ohnehin.

Wie man vom Tausch des alten Zeugs allen Ernstes abraten kann (Spülen statt Zerlegen kam ja bereits als Vorschlag), entzieht sich meinem Verständnis völlig.
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Offline VaraKutscher

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Re: Gabelfedern wechseln
« Antwort #12 am: 2016 Oktober 30, 06:35:30 »
Moin,

was ich sagen möchte ist, bevor ich jemanden ermutige seine Gabel zu zerlegen dessen Schrauberqualitäten ich nicht kenne und beim Thread eröffner kommt es mir so vor (nicht Böse gemeint), dann Rate ich ihm auf jeden Fall "NICHT" zur kompletten Zerlegung. Ich würde eher meinen, dass das verbleibende Restaltöl das geringere Übel ist wie eine falsch montierte Gabel, wo hingegen frisches Öl verbaut wurde.
Die Federn zu wechseln ist sicherlich ein einfacheres Unterfangen und stellt nicht so hohe Anforderung am Schrauber.

Es soll sogar Fahrer geben die mit der Gabelölfüllung ein ganzes Mopedleben lang fahren. Würde "Kurts" Vorgehensweise mit dem spülen anraten.
Aber ob @hansdieterbernhard die Gabel "spannungsfrei" demontieren und wieder montieren möchte/kann, bleibt ihm natürlich selber überlassen, aber die komplette Demontage ist schon eine andere Hausnummer.
Vom Ölwechsel wurde ja auch nicht abgeraten....
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Offline AK71

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Re: Gabelfedern wechseln
« Antwort #13 am: 2016 Oktober 30, 07:23:21 »
Hier kannst du den Aufwand sehen: https://www.youtube.com/watch?v=orNUGpEFfzs
Andreas

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Re: Gabelfedern wechseln
« Antwort #14 am: 2016 Oktober 30, 09:50:11 »
Soweit ich weiß unterliegt das Gabelöl auch keinen Verschleiß ...


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