Autor Thema: Rumänientour 2018  (Gelesen 348 mal)

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Offline heinzii

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Rumänientour 2018
« am: 2018 August 31, 18:10:50 »
Moin,
 
ab 23.09. geht es mit dem Autoreisezug ab HH-Altona nach Wien und von dort über Budapest (Übernachtung) nach Rumänien.
 
In Rumänien dann viele der "üblichen" Strecken und Besichtigung von Orten geplant:
 
Săpânța ("lustiger" Friedhof), Vișeu de Sus (Wassertalbahn), Moldauköster (Kloster Voroneț) Bicaz Klamm, Lacul Roşum, Bran, Făgăraș, Transfăgărășan, Sibiu (Hermannstadt), Transalpina, Statue  des Dakerkönigs Decebalus, Eisernes Tor nur um mal ein paar Orte aufzuführen. Einige Off-Road-Passagen werden auch noch drin sein.
 
Wir fahren zu zweit und freuen uns schon jetzt, könnten sofort los
 
Ein Reisebericht ist geplant, aber ob der von unterwegs erfolgen kann muss sich zeigen. Ansonsten gibt es den im Nachhinein.
 
Und hier mal die Rumänientour auf der Kart:

Offline volkeredo

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Re: Rumänientour 2018
« Antwort #1 am: 2018 September 06, 09:39:50 »
Moin heinzii,
wie kommst du in Rumänien sprachlich klar? Kommt man dort ggf. mit Englisch weiter?
Viele Grüße und eine schöne Tourvolkeredo

Offline mikettr600

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Re: Rumänientour 2018
« Antwort #2 am: 2018 September 06, 14:04:26 »
Transfăgărășan und Transalpina- geile Pässe, kann aber sein daß die schon wieder zu sind, wenn das Wetter entsprechend schlecht ist. Informier Dich auf alle Fälle vorher mal. Eine ähnlich Tour hat der Filmer von KRADMELDER 24 letztes Jahr gemacht und filmisch festgehalten- vielleicht vorher noch ein paar Tips aus den Filmen und Reiseberichten holen!?
Eisernes Tor- da machst Du am besten eine Rundreise- Orsova starten, dann kommst an der Statue auch vorbei, wenn in Richtung Westen fährst. ca. 100km kann man an der Donau lang fahren, hat immer wieder sehr geile Aussichten! Allerdings siehst Du das Eiserne Tour nicht richtig, da die Straße auf rumänischer Seite genau dort weg von der Donau führt. Ich kann Dir echt empfehlen, die Strecke in Gegenrichtung auf der serbischen Seite zu fahren, sonst hast Du nur zur Hälfte das gesehen, was die Landschaft da so einzigartig macht.

Sprachlich ist Rumänien keine Problem, wie eigentlich in den meisten Länder- ein bißchen englisch, viele können deutsch- und mit einem Lächeln und Zeigen kommt man immer ans Ziel- es sei denn man will dort zum Psychater...
Insgesamt ein freundliches Volk, hilfsbereit. Aufpassen muß man nur auf die, die es geschafft haben eine von diesen großen Angeberkisten fahren- die sind recht rücksichtslos- aber einfach vorbei lassen und gut ist.
Autos müssen an der Grenze spätestens eine Straßenbenutzungsbegühr bezahlen- Motorräder NICHT!

Wenn sonst noch Fragen hast- gerne, bin jedes Jahr unten.

Offline heinzii

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Re: Rumänientour 2018
« Antwort #3 am: 2018 September 07, 21:20:30 »
@Volker
Rumänien ist mir nicht unbekannt. Ich war schon mal vor ca. 8 Jahren im August dort. Sprachlich sehe ich da kein Problem, Rumänisch kann ich nicht - egal - Englisch, das was man mal in der Schule gelernt hat. In Polen hat es auch ohne Polnisch geklappt. :icon_biggrin:

 Die "Untoten" - Sprinter mit Box drauf - waren der Hammer, habe dort überholt wo man nichts in den Kurven sehen konnte, die anderen waren dagegen harmlos.

@Mike
Transfăgărășan und Transalpina sind mir auch bekannt. Zeitlich sprengt das den Rahmen das Eiserne Tor von der serbischen Seite anzufahren. Decibalus, das Kolster an der Donau und das Eiserne Tor liegen nicht weit auseinander bzw. weit Orsova.

Offline Richi

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Re: Rumänientour 2018
« Antwort #4 am: 2018 September 07, 22:30:02 »
Da komme ich grad her und wies der Teufel so will, haben mein Kumpel und ich eine ähnliche Route gewählt.
Mit Start und Ende in meiner Heimatgemeinde wurden mit der Dicken exakt 4423 km in 15 Tagen abgespult.

Besucht wurden Oradea, die Sigisoara-Eishöhle, das Salzbergwerk in Turda, eine der Holzkirchen in den Marmures, 2 Moldauklöster (Moldovita und Woronetz), Brasov (zentraler Platz wegen dem Festival "Cerbul de Aur" gesperrt), das Schloss Bran, die Bauernburg in Rasnov (Rosenau), Schäßburg (Sighisoara), Panoramastraße Transfagarasan, Hermannstadt (Sibiu), Panoramastraße Transalpina, Donauenge (sind eigentlich mehrere Engstellen, Position auf GoogleMaps falsch, da beim Wehr eingezeichnet, wo es schon wieder wesentlich breiter ist) und das Decebalfelsmonument, die Felsenburg Eisenmarkt (Hunedoara, da gibts auch ein gutes Dutzend der viel erwähnten Zigeunervillen auf dem Anfahrtsweg von Süden), das Sarmizegetusa Regia (Dakerfestung mit Tempelanlage, aktuell sind dort auch weitere Ausgrabungen im Gange) und zum Abschluss noch Temeswar (Timisoara).
Auf dem Heimweg war ich dann noch alleine auf einem Zwischenstop in Budapest (nur Burghügel mit Felsenklinik, also westlich der Donau).

Eine Warnung an dieser Stelle vor den dortigen Autofahrersitten.
Grundsätzlich werden Kurven geschnitten ohne auf allfälligen Gegenverkehr Rücksicht zu nehmen.
Überholt wird sowieso immer und überall. Also Augen offen halten und besonders vorrausschauend fahren.
Die oft viele Kilometer langen Ortsdurchfahrten (also eigentlich max 50) in den hoffnungslos zersiedelten Straßendörfern werden mit 70-80 kmh durchfahren. Da heißt es anpassen oder auf der Strecke bleiben. Dort überholen auch Linienbusse LKW-Kolonnen oder eben langsamere Verkehrsteilnehmer mit einem Affenzahn, dass man es kaum glauben kann.
Die Straßenverhältnisse auf gelben und erst recht auf weißen Strecken wechseln alle paar km.
Von sehr gut bis extrem schlecht kann man alles auf wenigen Straßen-km antreffen.
Die Straßen sind meist Flickenteppiche.
Eine generelle Sanierungen ganzer Straßenabschnitte scheinen dort eher fremd zu sein oder kann schlichtweg wirtschaftlich von dem Land oder der Kommune aktuell nicht gestemmt werden.
Es gibts sie allerdings auch, jene Straßenabschnitte welche an zu Hause erinnern (etwa die E576).
Auch die Autobahnen sind neu und daher sehr gut in Schuss (2 Abschnitte A1 gefahren).

Gottlob sehr selten gibt es extreme und auch in Abschnitten schlaglochübersähte Schaukelstrecken die dann klarerweise kaum straßenmotorradtauglich sind (etwa die 75 vom Abuseni-Nationalpark bis Turda).
Die Transfagarasan-Straße ist in sehr schlechtem, die Transalpina in sehr gutem Zustand.
Das Panorama auf der Fagaras ist eher mau (Fahrbahn im oberen Bereich beinahe durchgehend längs gefräßt) das der Transalpina hingegen absolute spitzenklasse (Straßenzustand top, wie hierzulande).
Fährt man diese Strecken aus Zeitmangel oder wetterbedingt nicht beide, würde ich daher die Transalpina zwingend empfehlen.

Was mir aufgefallen ist:
Viele Einrichtungen der mit EU-und UNESCO-Geldern bis 2013 sanierten und für den Massen-Tourismus erschlossenen Sehenswürdigkeiten sind bereits wieder am verfallen (Handläufe, Treppen, früher laut Google-Bildern zugängliche Burgbereiche, kaputtes Pflasterwerk, defekte Toiletten).
Vor allem bei der Eishöhle und der Bauernburg Rosenau ist das schon ziemlich deutlich zu erkennen.
Vielfach drängt sich einem der Eindruck auf, die Arbeiten wurden mittendrinn abgebrochen (Geld war wohl alle) und man hat in den 5 seither vergangenen Jahren keinen Handstreich mehr gemacht.
Was ich persönlich extem schade und unverständlich finde, denn mit einem Bruchteil der für dortige Verhältnisse hohen Eintrittsgelder kann locker ein Tischler/Steineklopfer/Spengler etc. mindestens für Reparaturen und wohl häufig auch in Dauerstellung bezahlt werden (da rennen täglich tausende Besucher durch).

Hotels und Pensionen:
Alles ab 3 Sternen und einer entsprechenden Google-, Booking-, TripAdvisor-Bewertung (über 4 bzw. über 8.0) kann in der Regel als sauber und annehmbare Unterkunft bzw Essgelegenheit angesehen werden.
Wir haben auch 3 AirBNB-Angebote ausprobiert.
Bei der ersten war das Zimmer etwas miefig, jedoch alles sauber und zu Abend wurden wir auch noch toll verköstigt (obwohl nicht vorgesehen), samt Frühstück sehr preisgünstig.
Bei der zweiten wurden wir extrem positiv überrascht (neu ausgebaute Mansarde).
Bei der dritten alles OK und die Vermieterin konnte sehr gut deutsch.
die linke Hand zum Gruß
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Offline heinzii

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Re: Rumänientour 2018
« Antwort #5 am: 2018 September 08, 10:07:20 »
Danke Richi :daumenhoch:

Die Autofahrersitten sind mir bekannt. Daß die Transfagaras in einem schlechten Zustand war (Bereich Stausee) habe ich selbst erlebt vor ca. 8 Jahren. Die Transalpina war streckenweise nur eine Off-Road-Piste in manch km-langen Bauabschnitten. Es gibt TOP-Nebenstraßen und manche "Bundesstraße" ist ausgefahren und am Straßenrand ist eine fast einen halben Meter hoher Teerwall. Mein Nachbar ist Rumäne und kommt aus dem Bereich Voronet und warnte mich davor durch Pfützen und meterlange Wasserlöcher nach Regenfällen zu fahren, diese könnten verdammt tief sein!


 

Offline Richi

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Re: Rumänientour 2018
« Antwort #6 am: 2018 September 08, 10:59:36 »
manche "Bundesstraße" ist ausgefahren und am Straßenrand ist eine fast einen halben Meter hoher Teerwall
Solche habe ich zwar nicht gesehen, aber du hast meiner Erinnerung nochmal einen Schub gegeben.

Und zwar:
Die E673 zwischen Eisenmarkt und der Anschlussstelle zur A1 nördlich von Lugosch ist aktuell in "Teilsanierung".
Konkret bedeutet das, dass diese Straße oberflächlich mit Bitumen besprüht wurde und man einfach tonnenweise Kies über die Fahrbahnfläche verteilt hat. Festfahren soll den dort wohl der Verkehr.
Der Kies bleibt bei dieser Urwaldmethode natürlich nicht an diesen Stellen, sondern sammelt sich neben den Fahrrinnen, was für einspurige Fahrzeuge einen Höllenritt nach sich zieht (Steinschlag inbegriffen).
Die Länge dieses Abschnitts beträgt immerhin geschätzt 15 bis 20 km!

Das habe ich dieser Form sonst so nirgends angetroffen.
die linke Hand zum Gruß
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Offline mikettr600

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Re: Rumänientour 2018
« Antwort #7 am: 2018 September 10, 14:29:56 »
Du schreibst: Transfagarasan ist in schlechtem Zustand.Wir waren 2010 dort das erste Mal- in Vergleich zu damals ist er heute eher topfebene Autobahn! Wurde in den Jahren danach gemacht, aber jedes weitere Jahr verschlechtert den Zustand dramatisch, mal sehen wie dei TRANSALPINA in 5 Jahren aussieht.
Generell empfiehlt sich für Rumänien, aber auch andere Balkanländer ein Moped mit viel Federweg. 2007, als ich das 1. Mal in Rumänien war, da waren Straßen schlecht- da setzte VW Bus mit Hängerkupplung an Bahnübergängen auf (VW BUs ist sehr hoch im Vergleich zu normalen PKW) oder es waren übelste Betonpisten- wer noch alte Autobahnen aus der DDR kennt- die waren wie frisch gemachte suuuuuuppper tolle Pisten dagegen. In Rumänien und generell dem Balkan muß man einfach mal unseren Standard komplett weg lassen- die sind froh, wenn sie überhauot eine Staße haben, die nach Regen passierbar ist. Z.B BREBU NOU- hoch zum Enduromania- Gelände. Früher für 18 km gut 2 Stunden mit dem Auto, jetzt Asphalt, der aber immer mehr weg gespült wird bei Starkregen- aber trotzdem gut befahrbar- aber halt immer mit Augen auf!
Mit dem Überholen kann ich nicht nachvollziehen- eigentlich überhole ich da eher Autos und nicht umgekehrt, vielleicht seid Ihr einfach zu langam unterwegs gewesen- ich fand das Fahren dort eigentlich nie anstrengend, selten mal daß einer mit dem Auto gegen hält- außer halt mal einer dieser Neureichen mit dicken SUV oder MB/BMW/Audi. Generell empfiehlt es sich nach meinen Erfahrungen die Geflogenheiten der Einmischen anzunehmen- wenn die in Ortschaften schon 80 fahren überhole ich sie nicht noch- fahre aber auch nicht mit 50! Eher suche ich mir einen Einmischen, den laß ich voraus fahren und damit geht er in evenutuelle Geschwindigkeitskontrollen und nicht ich- weil manchmal stehen die auch mit Radar am Rand, aber eher selten.

Ich war da schon mit 22 PS Enduro bis hin zur 1000er Varadero unterwegs.

So unterschiedlich können Erfahrungen in einem Land sein!

Offline heinzii

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Rumänientour - 2018
« Antwort #8 am: Gestern um 09:57:54 »
Am Freitag bin ich nach Hamburg gefahren.

So, der Abreisetag ist gekommen.
 Heute Nachmittag nach Altona zum Autoreisezug und dann morgen früh sind wir in Wien und die Reise auf 2 Rädern geht los.
România sună! :hallo: :hallo: :hallo:

Offline Richi

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Re: Rumänientour 2018
« Antwort #9 am: Gestern um 23:07:19 »
Viel Spaß wünsche ich.
Hoffe für euch, dass das Wetter dort hält.
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